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    Aktuelle Positionen der DSAG

    Dafür stehen wir

    Klar formulierte Ziele sind für uns die Grundlage für eine konstruktive Zusammenarbeit mit SAP über alle Ebenen. Dazu gehört an erster Stelle, die Interessen unserer Mitglieder zu vertreten - auch indem wir kontinuierlich Einfluss nehmen auf die Weiterentwicklung von SAP-Lösungen und -Services.

    SAP ERP

    SAP ERP 6.0 ist in der breiten Mitgliederbasis angekommen. Rund 83 Prozent der Mitglieder setzen diese ERP-Version ein (vgl. 2010 78 Prozent). Der Prozentsatz bezieht sich auf Hauptinstallationen.

    Knapp 60 Prozent der Mitglieder haben ein SAP Enhancement Package eingeführt. Die Mehrheit davon nutzt das Erweiterungspaket 4.

    Fast 70 Prozent derer, die noch nicht auf ERP 6.0 sind, planen für 2011 den Upgrade.

    Die DSAG setzt sich ein für:

    • Weiterentwicklung der Roadmap
    • Funktionale Weiterentwicklung (Innovationen und Improvements)
    • Transparenz der Roadmap (proaktive Wissensvermittlung)
    • Keine neue Lizenzstruktur für neue ERP-Versionen

    SAP NETWEAVER/PLATTFORM

    Verschiedene SAP-Anwendungen nutzen sowohl unterschiedliche Technologie-Stacks wie ABAP oder Java als auch SAP-NetWeaver-Versionen (7.0, 7.1 und 7.2). Das sorgt für Flexibilität, aber auch für Aufwand. Die Version 7.3 soll bei der Konsolidierung helfen.

    Des Weiteren gibt es für den SAP NetWeaver Erweiterungspakete, mit deren Hilfe die Plattform auf dem neuesten Stand gehalten wird. Durch die Kombination dieser Parameter nimmt die Komplexität der Plattformen zu und verursacht erhöhte Support-Kosten. Eine Komplexitäts-Initiative auf Vorstandsebene wurde gestartet, die sowohl die technische als auch die Komplexität auf Applikationsebene (siehe Ressort Prozesse/Anwendungen) umfasst.

    System Landscape Governance: Es muss eine klare Zielvorgabe existieren nach der die SAP-Landschaften in den Unternehmen aufgebaut werden sollen. Für definierte Systemszenarien wird eine abgestufte Architekturempfehlung den Kunden zur Verfügung gestellt. Die Neu- und Weiterentwicklung von SAP-Produkten orientiert sich an diesen Empfehlungen. Dadurch werden hohe Support-Kosten sowohl auf Kunden als auch auf SAP-Seite vermieden.

    Die DSAG setzt sich ein für:

    • Anwenderfirmen sollen eine klare Vorstellung von der zukünftigen Entwicklung der zahlreichen SAP-NetWeaver-Plattformen erhalten
    • Eine zentrale, stabile, in ABAP programmierte SAP-NetWeaver-Plattform etablieren, auf der alle SAP-Business-Suite-Anwendungen laufen, sowie eine Java-Plattform, die den nötigen Raum für flexible Weiterentwicklungen bietet -> Komplexitätsreduzierung
    • Wichtige Funktionen wie Master Data Management oder Identity Management sollen zu „echten“ Komponenten von SAP NetWeaver werden und nicht außerhalb der Geschäftsprozess-Plattform angesiedelt werden
    • Funktionale Erweiterungen sollten den SAP Enhancement Packages vorbehalten sein
    • Nachhaltige Informationen und den Abgleich der Kundenerwartungen mit der SAP-Planung, damit Kunden frühzeitig und zuverlässig planen können
    • Nachvollziehbare Lizenzierung der Business Process Platform
    • Erweiterung der Landschaftsempfehlungen der SAP, um Komplexität bei den Mitgliedsunternehmen zu reduzieren

    BUSINESS OBJECTS/SAP NETWEAVER BW

    Mit dem SAP BusinessObjects-Portfolio fühlen sich etwas mehr als ein Drittel der DSAG-Mitglieder vertraut. Die Mehrheit ist kaum bis gar nicht mit den Lösungen vertraut.

    SAP kommuniziert mittlerweile offener gegenüber den Kunden; auch Probleme in der Zeit nach der BO-Akquise werden angesprochen. Mit den anstehenden/laufenden Entwicklungen werden die Erwartungen der Kunden voraussichtlich erfüllt. SAP scheint auf die Stimme der Kunden zu hören.  

    Insbesondere das im Ramp-Up befindliche SAP BusinessObjects Advanced Analysis Microsoft Office Edition bzw. die Office Edition (vorher Pioneer) sind ein Schritt in die richtige Richtung

    • Usability, Office-Integration, Stabilität sind schon jetzt auf einem guten Stand

    -> Fazit: eine positive Entwicklung in die richtige Richtung!

    Die DSAG setzt sich ein für:

    • Investitionsschutz der bislang eingesetzten BW-Tools in SAP NetWeaver inkl. Support und Wartung (Eingeschränkte Weiterentwicklung der bestehenden BW-Tools bis eine entsprechende BO-Lösung verfügbar ist)
    • Roadmap (proaktive Informationsvermittlung)
    • Gewährleistung einer sinnvollen Zusammenführung beider Produkte: SAP-Bestandskunden müssen bei der Integration und deren Auswirkungen gehört und berücksichtigt werden
    • Pricing muss es allen Kunden möglich machen, die neuen Tools einzusetzen
    • Bündelung und Vertretung der Interessen der reinen SAP-BusinessObjects-Kunden (Interessen der Frontend-Anwender)

    MOBILE ANWENDUNGEN 

    Sybase: SAP hat im Juli 2010 Sybase übernommen. Ziel von SAP ist, eine mobile Plattform anzubieten, die wesentliche mobile Geräte unterstützt. Branchenspezifische mobile Anwendungen sollen für die SAP Business Suite und SAP Business ByDesign angeboten werden. Außerdem sollen verschiedene SAP-Anwendungen auf Sybase´ relationaler Datenbank laufen (ASE, Adaptive Server Enterprise). Damit erhöhen sich die Wahlmöglichkeiten bei Datenbankplattformen bei SAP-Kunden. Durch die Übernahme von Sybase holt sich SAP zudem Kompetenzen im Bereich In-Memory-Technologie ins Haus. Durch die spaltenorientierte Datenhaltung können Daten wesentlich zügiger verarbeitet und Abfragen durchgeführt werden.

    Der Zukauf von Sybase wirft Fragen auf, die die folgenden Gebiete betreffen: Investitionsschutz, Produktabgrenzung etwa im Bereich der Datenbanken, Support und die künftige Preispolitik. Durch die Integration sollen beispielsweise Komponenten von SAP NetWeaver und SAP BusinessObjects zusammengeführt werden.

    Für Bestandskunden besteht aktuell kein Handlungszwang. Die erweiterte Wartung der Produkte läuft bis 2017.

    Die DSAG setzt sich ein für:

    • Investitionsschutz und Planungssicherheit. Daher müssen Produkte, die sich in der Mainstream-Maintenance befinden, die gesetzlichen Anforderungen erfüllen. SAP sollte Kunden nicht zu einem Releasewechsel zwingen, weil benötigte Funktionen erst in einer aktuellen oder geplanten Version verfügbar sind. Aktuelles Beispiel: SAP Global Trade Services (GTS 7.2)
    • Investitionsschutz der bislang eingesetzten mobilen Lösungen z. B. SAP NetWeaver Mobile Business inkl. Support und Wartung
    • Roadmap (proaktive Informationsvermittlung)
    • Gewährleistung einer sinnvollen Zusammenführung beider Produkte: SAP-Bestandskunden müssen bei der Integration und deren Auswirkungen gehört und berücksichtigt werden
    • Pricing muss es allen Kunden möglich machen, die neuen Tools einzusetzen
    • Eine klare Strategie zum technischen Konzept für die IT-Unterstützung mobiler Geschäftsprozesse muss zu erkennen sein.
    • Um die Komplexität der Mobilplattform gerade für kleine und mittlere Kunden zu senken, sollte die Lösung alternativ auch als Mobil-onDemand von der SAP angeboten werden.

    SAP-SUPPORT-MODELL

    Die DSAG setzt sich ein für:

    • Investitionsschutz und Planungssicherheit. Daher müssen Produkte, die sich in der Mainstream-Maintenance befinden, die gesetzlichen Anforderungen erfüllen. SAP sollte Kunden nicht zu einem Releasewechsel zwingen, weil benötigte Funktionen erst in einer aktuellen oder geplanten Version verfügbar sind. Aktuelles Beispiel: SAP Global Trade Services (GTS 7.2)
    • Das Leistungsspektrum von Enterprise Support und Standard Support muss sich inhaltlich deutlich unterscheiden und die Anforderungen der Kunden abdecken. Standard Support sollte deutlich günstiger als Enterprise Support sein. Das Angebot sollte flexibel sein. Leistungen sollten bei Bedarf temporär zugekauft werden können.
    • Ein gutes Augenmaß seitens SAP bei Preiserhöhungen unter Berücksichtigung der jeweils herrschenden Rahmenbedingungen
    • Anreicherung des Leistungsspektrums von SAP Enterprise Support
    • Kundengerechtes Angebot für PSLE-Kunden

    SAP SOLUTION MANAGER

    Der SAP Solution Manager ist als integraler Bestandteil der SAP Business Suite einer der Schlüssel zur effizienten Nutzung des SAP-Support-Angebots. Dieser wird Stand heute von einem signifikanten Teil der Kunden wenig oder gar nicht genutzt. Eine DSAG-Umfrage im Jahr 2009 identifizierte Schwachstellen, wie z. B. 

    • Fehlendes/mangelndes Wissen über Funktionalitäten
    • Fehlende Anbindung von Fremdprodukten/Tools 
    • Qualität/Stabilität der Software
    • Für viele Kunden überdimensioniert
    • Kosten und Nutzen stehen nicht in der richtigen Relation
    • Zeitintensive Pflege erforderlich
    • Wird von vielen Kunden als ‚Zwangsjacke‘ empfunden
    • Unzureichende Anwenderfreundlichkeit
    • Integrationsprobleme in bestehender Support-Landschaft
    • Hohe Komplexität

    Die DSAG setzt sich ein für:

    • Verbesserung des SAP Solution Managers
    • Steigerung des Nutzungsgrads und der Mehrwertgenerierung bei den Kunden
    • Die sinnvolle Weiterentwicklung des SAP Solution Managers und Bestandsschutz für alle SAP-Kunden, unabhängig vom gewählten Support-Modell

    LIZENZMODELL /PRICING

    Das SAP-Lizenzmodell hat nicht die notwendige Transparenz für Anwender geboten. Speziell für mittelständische Unternehmen wurde die zunehmende Komplexität zur Herausforderung (z. B. indirekte Nutzung, Engine-Preise). Durch die notwendige endgültige Konfiguration von Verträgen ohne Möglichkeit, Parameter zu ändern, legen Unternehmen sich für Jahre fest (ohne Berücksichtigung der betriebswirtschaftlichen Situation oder der sich ändernden Abläufe und Prozesse). Von SAP definierte Preismetriken lassen sich zum Teil schwer mit der betriebswirtschaftlichen Realität der Kunden vereinbaren.

    Die DSAG setzt sich ein für:

    • Kunden-, markt- und nutzungsgerechtes Lizenzmodell
    • Mehr Transparenz beim Lizenzmodell
    • Nachhaltige Flexibilisierung bestehender Lizenzverträge
    • Ein Überdenken der erheblichen Schwachpunkte eines CPU-basierten Pricings
    • Jährliches Delta-Dokument, das die Unterschiede zu den Vorgänger-Preislisten und deren Implikationen im Überblick zeigt
    • Einfachere Adaption des Lizenzmodells an betriebliche Prozesse und dessen permanente Überprüfung
    • Neu-Ausrichtung des Lizenzmodells an eine künftige SAP-Prozess-Architektur

    SAP BUSINESS BYDESIGN

    SAP hat mit SAP Business ByDesign ein neues Mittelstandsprodukt entwickelt und Ende 2007 für ausgewählte Kunden freigegeben. Seitdem erfolgt ein kontrollierter Marktzugang. Für 2011 wird mit dem Featurepack 2.6 ein größerer Marktanteil angestrebt.

    Die DSAG setzt sich dafür ein,

    • dass SAP Business ByDesign typische mittelständische Anforderungen (schnelle Implementierung, einfache Benutzerführung, bedarfsgerechte Funktionalität, einfache Integration, transparente Investition) abdeckt
    • dass das Business Process Redesign im Rahmen der Projekte als zusätzlicher Werttreiber für die Unternehmen etabliert wird

    BRANCHENLÖSUNGEN

    Das Branchen-Portfolio ist derzeit im Review.

    SAP definiert Kernbranchen, wie z. B. Financial Services (Banken und Versicherungen) und Retail, auf die sie ihre Aktivitäten fokussiert. Darüber hinaus werden Partnerlösungen/-häuser eingebunden werden.

    Die DSAG soll zur ersten Anlaufstelle für alle Aktivitäten werden, die die Verbesserung und Weiterentwicklung der aller Branchenlösungen von SAP betreffen, und zwar ausgewogen für sämtliche Branchen.

    Branchenlösungen werden sich zudem über die ´On Premise` Plattform hinaus auf ´On Demand und On Device´ ausweiten. Hier steht die DSAG für Transparenz und Vereinfachung der Prozessketten sowie eine integrierte Architektur.

    Die DSAG setzt sich ein für:

    • Eine kooperative und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen SAP und DSAG auch im globalen Kontext
    • Die Weiterentwicklung von sämtlichen Branchenlösungen im SAP-Portfolio
    • Branchen, die nicht im direkten Fokus der SAP stehen, sollen ebenfalls Gehör bei SAP finden und ihre Anforderungen adressieren und durchsetzen können
    • Abstimmung definierter Kriterien für erforderliche (Produktweiter) Entwicklungen seitens SAP (z. B. gesetzliche Bestimmungen)
    • Gemeinsame Unterstützung von kritischen (Produktweiter-)Entwicklungen
    • Kooperation mit den von SAP betreuten Kundengruppen sowie anderen Anwendervereinigungen und Branchenverbänden
    • Klare Kommunikation über künftige Prozess-/ Systemarchitekturen zur Entscheidungsunterstützung beim Kunden

    SAP BUSINESS SUITE

    Die SAP-Business-Suite-Anwendungen sind Bestandteile einer modular aufgebauten Unternehmenssoftware mit den Komponenten ERP, CRM, SCM, SRM, PLM. Sie unterstützen alle wesentlichen Geschäftsprozesse. Erstmalig mit der im März 2009 ausgelieferten SAP Business Suite 7 unterliegen die einzelnen Komponenten einem zeitlich synchronisierten Updatezyklus. Die SAP Business Suite wird über das Konzept der SAP Enhancement Packages funktional erweitert und aktualisiert.

    Die ursprünglich für Oktober 2009 geplante Auslieferung des SAP Enhancement Package 5 ging  Ende 2010 in den Ramp up.  Nahezu 2 Jahre mussten die Anwender auf die notwendigen Innovationen warten.  Ddas nächste EHP soll Ende 2011/Anfang  2012 ausgeliefert werden.

    Keine Transparenz gibt es derzeit, ob in einem EHP lizenzpflichtige Funktionen enthalten sind. Dies ist umso mehr als kritisch zu beurteilen, da nach einer Aktivierung diese Funktion nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.

    Ein wesentlicher Hemmschuh für die weitere Verbreitung der Business Suite ist die Komplexität, die mit jeder Installation einer weiteren Komponente (CRM, SRM, PLM, SCM) zunimmt.

    Die DSAG setzt sich ein für:

    • Erstellung und Einhaltung einer ganzheitlichen abgestimmten Roadmap
    • Praktische Wissensvermittlung zum Einspielen der SAP Enhancement Packages in den Fachbereichen der Mitgliedsunternehmen
    • Benutzergerechte Preismodelle
    • Vereinfachte gleiche Benutzerführung über alle Komponenten hinweg
    • Durchgängigkeit der Prozesse über die Komponenten- und Anwendungs-landschaft hinweg (verbesserte Integration der Business-Suite-Produkte)
    • Verringerung der Komplexität in der System- und Anwendungslandschaft
    • Funktionale Weiterentwicklung (Innovationen und Improvements)
    Gemeinsam mehr erreichen! Deutschsprachige SAP Anwendergruppe e.V.
    keine
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