#NextLearning: Informationsdefizite beseitigen und agiler entwickeln

Ralf Peters, DSAG-Vorstand Technologie

Die primäre Aufgabe sehe ich darin, das Interesse des IT-Nachwuchses und der kommenden IT-Spezialisten für die Arbeit mit SAP-Lösungen zu wecken. Früher war SAP IT-architektonisch eine in sich weitestgehend geschlossene ABAP-Welt, in der sich die Unternehmen ihren IT-Nachwuchs herangezogen haben. Seit sich SAP die Java-Welt und das Cloud-Computing erschlossen hat, ist der Konkurrenzkampf mit den großen und innovativen App-Entwicklern dieser Welt eröffnet. Das heißt, auch SAP ist in die angesagte App-Entwicklung eingestiegen. Weg von den klassischen, meist doch recht langwierigen Entwicklungszyklen einer Lösung, hin zur agilen Entwicklung mit kurzen Schritten und schnell realisierbaren Erfolgen. Eine Arbeitsweise, die der Smartphone- und Tablet-Generation eigentlich entgegenkommen müsste. Doch nur die wenigsten der kommenden IT-Spezialisten kennen diese Facette von SAP. Hier gibt es noch ein deutliches Informationsdefizit, das seitens SAP dringend behoben werden muss.

Präsenz in der Ausbildung stärken

Als weitere Maßnahme, um die Wissenslücke über die moderne IT-Entwicklung zu schließen wäre es wichtig, als Anbieter mehr Präsenz in den Ausbildungsangeboten von Universitäten, Fachhochschulen und sonstigen spezialisierten Bildungsstätten zu zeigen. Diese Institutionen sind prädestiniert, dem IT-Nachwuchs das notwendige Rüstzeug mit auf den Berufsweg zu geben. Mit dem weltweiten Programm SAP University Alliances trägt SAP dazu bei, dass die Vermittlung vom Wissen um die neuesten Technologien und dem Umgang damit in die Lehrpläne der entsprechenden Bildungseinrichtungen aufgenommen werden. Die DSAG unterstützt diese Aktivitäten und sucht gemeinsam mit SAP eine Linie, um das Potenzial des IT-Nachwuchses für die Unternehmen verfügbar und nutzbar zu machen. Dazu gehört es, zu überlegen, wie das University-Alliance-Programm und die Programme um den SAP-Learning-Hub herum einsetzbar sind. Damit sollen die Unternehmen die neuen Herausforderungen besser angehen und ihnen gerecht werden können.

Informationswege besser ausschildern

Darüber hinaus muss generell der Weg, an Informationen über neue Entwicklungen und die damit verbundenen beruflichen Möglichkeiten zu kommen, besser ausgeschildert werden. Darüber hinaus sind z. B. Masterarbeiten und Praktika weiter zu fördern. Die DSAG kann dabei als Plattform dienen, auf der sich angehende IT-Spezialisten und interessierte Unternehmen über Perspektiven austauschen und zusammenfinden. Aktuell wird sich bei den DSAG-Technologietagen 2018 in Stuttgart (20.-21. Februar) am ersten Veranstaltungstag ein kompletter Themenslot ganz besonders um den Fachkräftemangel in der IT drehen – beim Digital Education Summit. Unter anderem auf der interessanten Agenda: ein Experten-Talk zum Thema „SAP – eine Frage des Alters? R/2+-Generation trifft HANA-Anwender“.

 

Mehr zum Thema Lernen und Generation Z im Beitrag von Otto Schell, DSAG-Vorstand IoT/Business Transformation.