Vom Finden und Leben erfolgreicher Kooperationen zwischen Hochschulen und Unternehmen

Business meets Academia

Von Projekten zwischen Hochschulen und Unternehmen profitieren alle Beteiligten: Hochschulen pflegen Kontakte in die Wirtschaft und können eine praxisnahe Lehre anbieten. Studierende bearbeiten reale Problemstellungen und erlernen zahlreiche praxisrelevante Kompetenzen. Unternehmen gehen Projekte an, für die bisher vielleicht die Zeit fehlte und können frühzeitig Talente für sich entdecken. Doch wie lassen sich Ansprechpartner aus Wirtschaft bzw. Wissenschaft im SAP-Ökosystem identifizieren und welche Faktoren sind für eine erfolgreiche Kooperation von Bildungsinstitutionen und Unternehmen ausschlaggebend? Das kostenfreie DSAG-Academy-Forum Business meets Academia am 24.03.2020 in Stuttgart gibt Antworten. 

Sophie Hartmann (Programm Managerin Education | DSAG-Academy), Christian Person (Projektberater | Steinbeis Hochschule) und Stefan Weidner (Kaufmännische Leitung | SAP University Competence Center Magdeburg) verraten im Interview, wie Hochschulen und Unternehmen erfolgreich kooperieren und warum Interessierte das Forum besuchen sollten.
 

Warum sind Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft wichtig?

Christian Person: Um Deutschland als Hightech-Standort zu stärken und die wirtschaftliche und gesellschaftliche Transformation zu meistern, muss ein Wissenstransfer zwischen Universitäten, Forschungseinrichtungen und Wirtschaft erfolgen.

Stefan Weidner: Darüber hinaus ist es wichtig, dass Hochschulabsolventen berufsqualifizierend ausgebildet werden. Studierende sollten sich an realen oder realitätsnahen Anwendungsszenarien ausprobieren – um das zu ermöglichen, müssen sich Wissenschaft und Wirtschaft austauschen.

Sophie Hartmann: Aus Unternehmenssicht helfen solche Kooperationen personelle Defizite auszugleichen und reale Problemstellungen zu bearbeiten, für die es sonst vielleicht keine Ressourcen gibt. Außerdem können heranwachsende Talente mit frischen Ideen Innovationen im Unternehmen vorantreiben und sich so bereits im Studium empfehlen.

Warum wurde das Event Business meets Academia ins Leben gerufen?

Weidner: Viele Firmen kooperieren schon erfolgreich mit Hochschulen in ihrer Nähe. Genauso gibt es Beispiele von Bildungseinrichtungen, die proaktiv auf die Industrie zugehen, um gemeinsame Projekte durchzuführen. Gleichzeitig bitten uns aber immer wieder Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft um Unterstützung bei der Suche nach passenden Kooperationspartnern. Da lag es nahe ein solches Event ins Leben zu rufen.

Hartmann: Das DSAG-Forum wurde u.a. geschaffen, um kleinere und mittelständische Unternehmen zu unterstützen, passend qualifizierte Arbeitskräfte zu finden – und das über alle Qualifikationsebenen hinweg. Dabei ist es wichtig, mit dem Recruiting nicht erst zu beginnen, wenn eine konkrete Stelle ausgeschrieben ist, sondern die Unternehmensmarke bei den Young Talents schon im Studium sichtbar zu machen. Hier hilft der Zugang zu Universitäten und Hochschulen. Für KMU ist es aber oft schwer, diesen zu finden.

Person: Gleichzeitig ist es für Hochschulen schwierig, Unternehmen zu finden, die SAP einsetzen. Und genau hier setzen wir an. Das Forum bietet eine Plattform, auf der sich Hochschulen und Anwenderunternehmen austauschen können, wie sich nachhaltige Kooperationen zwischen Wirtschaft und  Wissenschaft entwickeln lassen.

Worum geht es bei Business meets Academia konkret?

Hartmann: Das offene und kostenfreie Forum ermöglicht es, Kontakte zu knüpfen, eine Community aufzubauen, das Verständnis für die Anforderungen von Hochschulen an Unternehmen und umgekehrt zu fördern, sowie gemeinsame Projekte zu initiieren.

Person: Am Ende geht es auch darum, eine praxisnahe Ausbildung der Studierenden zu fördern und Unternehmen über Dozenten den Zugang zu IT-Nachwuchstalenten zu eröffnen. Außerdem können solche Kooperationen die Lücke zwischen den Kompetenzen schließen, die in der Lehre vermittelt und, die in der Praxis gebraucht werden.

Wer sollte das Event besuchen?

Weidner: Aufgrund des Workshop-Charakters ist die Veranstaltung vor allem für Lehrstuhl- und Projektleiter sowie wissenschaftliche Mitarbeitende, Dozenten und Projektmitglieder interessant. Natürlich können sich aber auch Vertreter der Hochschulleitung informieren.

Hartmann: Seitens der Wirtschaft sprechen wir das mittlere Management und Abteilungsleiter sowie deren Mitarbeitende mit Projekt- und Teamverantwortung an. Aber auch Mitglieder der Unternehmensführung sowie Fachexperten sind herzlich willkommen.

Was können die Teilnehmenden konkret mitnehmen?

Person: Wir möchten konkrete Handlungsempfehlungen für die Zusammenarbeit geben. Unternehmens- und Hochschulvertreter sollen nach dem Event wissen, wen sie anrufen können.

Weidner: Wir möchten den Teilnehmenden die wichtigsten Schritte erläutern, die sie gehen müssen, um potenzielle Partner und die passende Zusammenarbeitsform zu finden. Sie erhalten einen auf Erfahrungen beruhenden Werkzeugkasten, diskutieren Beispiele erfolgreicher Projekte und können sich vor Ort mit einer Community aus Hochschulen und Industrie vernetzen.

Wie will das Event diese Ziele erreichen?

Hartmann: Wir werden uns praxisnah mit der Aus- und Weiterbildung von Fähigkeiten zur Digitalisierung im Allgemeinen sowie den Anforderungen der Wirtschaft an Absolventen für Positionen mit SAP-Bezug im Speziellen beschäftigen. Im Laufe des Tages wird z. B. ein Sketchnote-Zeichner Gelerntes und Einblicke der Veranstaltung dokumentieren. Nach dem Event werden die Teilnehmenden eine kompakte Zusammenfassung mit den Schlüsselerkenntnissen des Tages erhalten. Außerdem werden in Workshops Checklisten zu den Erfolgsfaktoren und Anforderungen an Unternehmen sowie Hochschulen erarbeitet, damit die Kooperationen für alle Beteiligten gewinnbringend sind.

Das Forum gab es bereits 2019. Was ist dieses Jahr anders?

Weidner: Wir möchten die Herausforderungen bei der Projektanbahnung beleuchten und die Möglichkeiten und Grenzen von Kooperationsprojekten zwischen Wirtschaft und Wissenschaft anhand erfolgreicher Beispiele aufzeigen.

Hartmann: Letztes Jahr lag der Fokus darauf, verschiedene Institutionen vorzustellen, die sich dafür einsetzen, Wirtschaft und Wissenschaft zu vernetzen. Dieses Jahr geht es ganz konkret darum, die Frage zu beantworten: Wie lassen sich Partnerschaften zwischen Universitäten und Hochschulen initiieren und erfolgreich gestalten? Die Teilnehmenden können sich darauf freuen, Brücken zu bauen.

 

Vielen Dank für das Gespräch!

 

Mehr zum Forum und zur Agenda von Business meets Academia, das die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe e. V. (DSAG) in Kooperation mit der Steinbeis-Hochschule und den SAP University Competence Center Magdeburg und München veranstaltet, gibt es hier

Weiterführende Informationen zu den Aktivitäten der DSAG-Academy finden Sie auf dieser Übersichtsseite: dsag.de/academy

 

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