DSAG-Investitionsreport 2018

Schweiz: SuccessFactors auf dem Vormarsch

Walldorf/Zürich, 24.01.2018 – Die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe e. V. (DSAG) hat die Zahlen des Investitionsreports 2018 veröffentlicht. Generell steigen die Investitionsbudgets bei fast der Hälfte der DSAG-Mitglieder in DACH im Allgemeinen und der Schweiz im Besonderen. In Sachen digitale Transformation sehen sich 43 Prozent der Schweizer Unternehmen (DACH 44 Prozent) auf einem guten Weg. Die Digitalisierungsbestrebungen der Befragten schlagen sich auch im Investitionsverhalten nieder. Bezogen auf SAP-Produkte lieferte die Umfrage für die Schweiz folgende Ergebnisse: Die Bekanntheit von Leonardo nimmt zu und die S/4HANA-Projekte sollen in den kommenden drei Jahren Fahrt aufnehmen.

Die Budgetzahlen des Investitionsreports 2018 der Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe e. V. (DSAG) sind erfreulich. 37 Prozent der Befragten in der Schweiz verfügen über ein höheres IT-Budget (DACH 40 Prozent). Bei 54 Prozent der Schweizer Unternehmen (DACH knapp 50 Prozent) bleiben die IT-Budgets unverändert. Gleiches gilt bei 56 Prozent der Befragten für die Investitionen in SAP-Produkte und -Services (DACH 46 Prozent).

Tendenz steigend, gilt bei der Bedeutung der digitalen Transformation. Antworteten im Sommer 2017 noch 34 Prozent der befragten Schweizer Unternehmen, dass sie in punkto Digitalisierung weit bis sehr weit vorangeschritten sind, bewerten jetzt 43 Prozent der Befragten (DACH: 44 Prozent) die Situation mit weit bis sehr weit. Der Schluss liegt nahe, dass die steigenden Investitionen mit den Digitalisierungsbestrebungen der DSAG-Mitglieder zusammen hängen. Nichtsdestotrotz schätzt über die Hälfte ihr Unternehmen als nicht weit ein in Sachen Digitalisierung. Hier gilt es für die DSAG anhand von praktischen Beispielen und Informationsveranstaltungen zu sensibilisieren und den Austausch zu fördern.

Bestehende Geschäftsprozesse werden digitalisiert

Ein weiteres Ergebnis des DSAG-Investitionsreports 2018 zeigt, dass im Zuge der Digitalisierung nicht alles neu gemacht wird. Demnach halten 87 Prozent der befragten Schweizer DSAG-Mitglieder in dem Zusammenhang Investitionen in bestehende Geschäftsprozesse für sehr wichtig und wichtig (DACH 85 Prozent). „Für etwas mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Befragten ist es sehr wichtig und wichtig, bestehende Geschäftsprozesse zu digitalisieren. Der Anteil ist gegenüber 2017 (63 Prozent) um über 20 Prozent gestiegen. Das zeigt die Bedeutung, die der Digitalisierung in der Schweiz beigemessen wird“, wertet Christian Zumbach, DSAG-Vorstand für die Schweiz, die Ergebnisse. In neue Geschäftsmodelle zu investieren halten für 2018 rund 63 Prozent der Befragten für sehr wichtig oder wichtig (DACH 66 Prozent).

SAP Leonardo legt in der Bekanntheit zu

Inwieweit SAP Leonardo, ein Portfolio aus Technologien, Anwendungen und Services für das Internet der Dinge, bei DSAG-Mitgliedern eine Rolle spielt, war ebenfalls Bestandteil der Befragung. 48 Prozent der Teilnehmer finden das Portfolio interessant, identisch mit dem Wert für DACH. Entsprechende Projekte in den Unternehmen fehlen noch in der Schweiz. 17 Prozent planen den Einsatz (DACH 10 Prozent). Rund 34 Prozent (DACH knapp 40 Prozent) kennen das Portfolio nicht oder haben es nicht verstanden. „Die Zahlen zeigen, dass die Schweizer Unternehmen durchaus an Leonardo interessiert sind. Aber auch, dass das Interesse bei einer besseren Information noch deutlich höher sein könnte“, so Christian Zumbach. Jedoch gibt es auch DSAG-Mitglieder, die Alternativlösungen von anderen Anbietern in Betracht ziehen, um Digitalisierungsvorhaben umzusetzen.

Relevanz der Business Suite und S/4HANA nahezu unverändert

Wie bereits im vergangenen Jahr wurden die DSAG-Mitglieder nach der Relevanz der Business Suite und S/4HANA sowohl On-Premise als auch in der Cloud befragt. In S/4HANA (On-Premise) sehen 29 Prozent der Schweizer eine Hauptinvestition oder mittlere Investition für 2018 (DACH 30 Prozent).

Die Business Suite kommt für 54 Prozent der Schweizer als Haupt- oder mittlere Investition in Frage (DACH 48 Prozent). Und bei S/4HANA als Cloud-Lösung sehen 14 Prozent der Schweizer eine Hauptinvestition oder mittlere Investition. Ein Wert, fast doppelt so hoch wie in DACH (9 Prozent). Damit setzen die Unternehmen bezogen auf die SAP-Produkte immer noch dieselben Prioritäten wie in 2017.

S/4HANA: Umsteigen oder doch nicht?

Den Umstieg auf S/4HANA planen 4 Prozent der Befragten (DACH 5 Prozent) für dieses Jahr. Der identische Wert wie 2017. In den kommenden drei Jahren wollen aber immerhin 38 Prozent (DACH 33 Prozent) ein entsprechendes Projekt umsetzen. 15 Prozent der Umfrageteilnehmer haben sich diesbezüglich noch nicht entscheiden (DACH 25 Prozent) und 12 Prozent (DACH 13 Prozent) planen auf SAP ERP 6.0 zu verbleiben.

Top-5 der ergänzenden Cloud-Lösungen

In Sachen Cloud-Lösungen wartet der DSAG-Investitionsreport ebenfalls mit interessanten Ergebnissen auf. Zwar nicht als Kern-Lösungen aber als ergänzendes Produkt ist in der Schweiz SucessFactors mit 20 Prozent (DACH 14 Prozent) als Haupt- oder mittlere Investition geplant gefolgt von Hybris mit 19 Prozent (DACH 13 Prozent). Auf den weiteren Plätzen folgen:

  • SAP Cloud Platform (DACH 6 Prozent) und HANA Enterprise Cloud (DACH knapp unter 6 Prozent) gleichauf mit 8 Prozent und
  • Ariba mit 6 Prozent (DACH 7 Prozent)

Dazu Christian Zumbach: „Der Zuwachs um 9 Prozent bei SuccessFactors im Vergleich zu 2017 könnte ein Indiz dafür sein, dass die Schweizer Unternehmen der Cloud generell etwas aufgeschlossener gegenüberstehen als der DACH-Raum“.

Integration von Services: Mit welcher Plattform?

Da in Zeiten der Digitalisierung die Integration von Services für Unternehmen immer wichtiger wird, wartet der DSAG-Investitionsreport 2018 mit einem neuen Thema auf. Auf die Frage: „Welche Plattform favorisieren Sie aktuell (z. B. im Hinblick auf die schnelle und agile Integration von Services“? antworteten 31 Prozent der Schweizer Unternehmen mit der SAP Cloud Platform (DACH ebenfalls 31 Prozent) und verwiesen damit Microsoft Azure mit 19 Prozent (DACH 22 Prozent) auf den zweiten Platz. Salesforce „Force“ kommt bei lediglich 6 Prozent (DACH 3 Prozent). Knapp über 40 Prozent (DACH 35 Prozent) nutzen keine der zur Wahl stehenden Plattformen. Die DSAG fordert daher, dass die Interoperabilität gewährleistet werden muss.

Fazit

Die Digitalisierung schreitet bei den DSAG-Mitgliedsunternehmen sowohl in der Schweiz als auch in DACH weiter voran. Leonardo hat im Bekanntheitsgrad weiter Fortschritte gemacht, wobei die DSAG gemeinsam mit der SAP nicht nachlassen wird, die gestarteten Aufklärungskampagnen fortzuführen und den Nutzen anhand von Praxisbeispielen zu verdeutlichen. Der überproportionale Zuwachs bei SuccessFactors in der Schweiz untermauert ein weiteres Mal die höhere Aufgeschlossenheit gegenüber Cloud-Lösungen im Vergleich zur DACH-Region.

Erhebungsgrundlage der Investitionsumfrage

Insgesamt nahmen 334 Personen (CIOs, CC-Leiter und Unternehmensvertreter) aus DSAG-Mitgliedsunternehmen im deutschsprachigen Raum an der Online-Umfrage zwischen November 2017 und Januar 2018 teil. Befragt wurde jeweils ein Ansprechpartner pro Unternehmen. Knapp 60 Prozent der Teilnehmer kommen aus Unternehmen zwischen 1.000 und 4.999 Mitarbeitern, fast 30 Prozent aus Unternehmen mit über 5.000 Mitarbeitern. Aus der Schweiz nahmen 52, aus Österreich 37 Unternehmen teil.

Über DSAG

Die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe e. V. (DSAG) ist einer der einflussreichsten Anwenderverbände der Welt. Mehr als 60.000 Mitglieder aus über 3.300 Unternehmen bilden ein starkes Netzwerk, das sich vom Mittelstand bis zum DAX-Konzern und über alle wirtschaftlichen Branchen in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) erstreckt. Auf Basis dieser Reichweite lassen sich fundierte Einblicke in die digitalen Herausforderungen im DACH-Markt gewinnen. Die DSAG nutzt diesen Wissensvorsprung, um die Interessen der SAP-Anwender zu vertreten und ihren Mitgliedern den Weg in die Digitalisierung zu ebnen. Weitere Informationen finden Sie unter:

www.dsag.de, www.dsag.at, www.dsag-ev.ch