Walldorf, 13.07.2020 - Die Amerikanische SAP-Anwendergruppe ASUG und die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe e.V. (DSAG) haben erstmals eine gemeinsame Umfrage unter ihren Mitgliedern über die Erfahrungen mit SAP im Kontext von S/4HANA durchgeführt. Laut dieser implementiert die Mehrheit der DSAG-Mitglieder (70 Prozent) und der ASUG-Mitglieder (55 Prozent) S/4HANA bereits oder plant dies in Zukunft zu tun. 12 Prozent (DSAG) bzw. 16 Prozent (ASUG) sind bereits live. Gründe, warum noch kein S/4HANA-Projekt umgesetzt wurde, sind bei den ASUG-Mitgliedern die Kosten, der fehlende Business-Case und laufende SAP-ECC-Projekte. Unter den DSAG-Mitgliedern dominieren die fehlende Notwendigkeit für einen Umstieg, die Unsicherheit bezüglich der Funktionalitäten und an dritter Stelle steht der fehlende Business-Case.

Die am weitesten verbreitete Lösung bei den Mitgliedern beider SAP-Anwendergruppen ist nach wie vor SAP ECC mit 84 Prozent bei der DSAG und 78 Prozent bei der ASUG. Aber S/4HANA ist überall auf dem Vormarsch. Einen festen Platz in der Planung hat S/4HANA bei 69 Prozent der DSAG-Mitglieder und bei 57 Prozent der ASUG-Mitglieder.

Interessant ist auch das Ergebnis zu SAP Fiori. Rund die Hälfte der ASUG-Mitglieder (57 Prozent) und DSAG-Mitglieder (47 Prozent) nutzt die Benutzeroberfläche bereits. Weitere 44 Prozent der DSAG-Mitglieder können sich den Einsatz zukünftig vorstellen, im Vergleich zu 22 Prozent der ASUG-Mitglieder.

SAP Fiori entwickelt sich zu einem interessanten Produkt für die ASUG-Mitglieder.  „Wir gehen davon aus, dass dies noch zunehmen wird, wenn unsere Mitglieder weiter S/4HANA in Betrieb nehmen und Projekte in Angriff nehmen, um den Geschäftsanwendern den vollen Wert der Daten in ihrem neuen ERP-System zu liefern", so Ann Marie Gray, Vice President of Content Strategy and Research bei der ASUG.

nteresse an SAP Analytics Cloud

Weitgehend einheitlich hingegen ist das Interesse an der SAP Analytics Cloud für die Zukunft mit 36 Prozent der DSAG-Mitglieder und 34 Prozent der ASUG-Mitglieder. Das Integrated Business Planning wird bereits von 13 Prozent der DSAG-Mitglieder eingesetzt (ASUG: 20 Prozent) und liegt im Hinblick auf zukünftige Überlegungen mit 32 Prozent fast doppelt so hoch in der Gunst der DSAG-Mitglieder wie der ASUG-Mitglieder (17 Prozent). „Diese Produkte unterstützen die Digitalisierungsbemühungen sowie den Bedarf an Vorhersagen. Gerade letzteres wird immer wichtiger, weil die Unternehmen durch Corona erkannt haben, dass sie flexibler und vorausschauender planen müssen“, fasst Marco Lenck, Vorstandsvorsitzender der DSAG, zusammen.

Zukäufe unterschiedlich gefragt

Die größten Differenzen ergaben sich beim Vergleich der Zukäufe Concur, SuccessFactors und Ariba. Während die ASUG-Mitglieder bereits zu 58 Prozent auf Concur setzen, sind das von den DSAG-Mitgliedern nur 17 Prozent. Bei SuccessFactors sind es 46 Prozent der ASUG und 23 Prozent der DSAG. Und Ariba nutzen bereits 32 Prozent der ASUG-Mitglieder aber nur 11 Prozent der DSAG-Mitglieder. Dieses Ergebnis überrascht nicht, da die genannten Lösungen alle in den USA entwickelt wurden, bevor SAP sie übernahm.  Interessant in diesem Zusammenhang jedoch: Nur 12 Prozent der ASUG-Mitglieder, die SuccessFactors noch nicht im Einsatz haben, wollen sich mit der Lösung in Zukunft beschäftigen, mehr als doppelt so viele sind es in der DSAG (30 Prozent). „Dadurch, dass die Lösung für das Personalwesen SAP Human Capital Management (SAP HCM) ab 2022 auch integriert in S/4HANA betrieben werden kann, lässt sich vielleicht die Zurückhaltung der DSAG-Mitglieder bei den Zukäufen erklären. Andererseits geht die strategische Ausrichtung von SAP klar in Richtung SuccessFactors. Das  könnte wiederum ein Indiz dafür sein, dass ein Drittel der DSAG-Mitglieder sich darauf entsprechend vorbereitet“, beurteilt Marco Lenck die aktuelle Lage.

Bei der Frage, wie SAP nach einem Einführungsprojekt eingeschätzt wird, ergibt sich ein recht einheitliches Bild. Bei 13 Prozent der ASUG-Mitglieder hat sich die Wahrnehmung von SAP durch S/4HANA stark verbessert, bei den DSAG-Mitgliedern sind es 14 Prozent. Kleinere Verbesserungen konnten hier 33 Prozent der ASUG-Mitglieder feststellen, aber nur 26 Prozent der DSAG-Mitglieder. Insgesamt schätzen 11 Prozent der DSAG-Mitglieder (ASUG:17 Prozent) das System als sehr positiv ein. 40 Prozent der DSAG-Mitglieder (ASUG: 41 Prozent) als eher positiv.

Besseres Kundenerlebnis durch Support und Produkterlebnis

Bei der Frage, wie SAP das Kundenerlebnis verbessern kann, steht bei den ASUG-Mitgliedern die Support-Beständigkeit und -Verfügbarkeit, gefolgt von vertiefter Ausbildung und mehr Schulungsmaterialien sowie dem Wunsch nach einem anwenderfreundlichen Erlebnis auf den ersten Plätzen. Bei den DSAG-Mitgliedern hingegen sind vorrangig ein besseres Produkterlebnis, eine bessere Integration sowie eine bessere Informations- und Kommunikationsstrategie von SAP gefragt.

Die Befragte aus beiden Lagern wünschen sich zudem weniger Anpassungsaufwand. Was im Umkehrschluss bedeutet: mehr Standard.


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