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"BEVOR WIR TEURE BERATER ANHEUERN, FRAGEN WIR DIE DSAG.“

Interview mit – Uwe Hesse, Leiter Beratung/Anwendungsentwicklung beim Essener Systemhaus, Betrieb der Stadt Essen und Arbeitskreis-Sprecher (AK) Öffentliche Verwaltung

Herr Hesse, Sie stammen quasi noch aus dem letzten Jahrtausend, denn Sie sind seit 1999 Mitglied in der DSAG. Was haben Sie seither erlebt?

Die DSAG ist von einer reinen User Group zu einem gewichtigen und wertvollen Partner der SAP geworden – mit Einfluss auf Produkte und als Wegbereiter für Innovationen, mit internationalen Kontakten und einer Stimme, die gehört wird. Das ist für mich nach wie vor eine faszinierende und tolle Entwicklung!

Und wie sah Ihre persönliche Entwicklung innerhalb des Vereins aus?

Ich war Mitbegründer des Arbeitskreises Öffentliche Verwaltung und bin nun seit gut zehn Jahren Arbeitskreis-Sprecher. Und in dieser Zeit hat sich unglaublich viel getan und bewegt, und ich bin froh, dabei gewesen zu sein. Sei es der Reorganisationsprozess auf Vorstandsebene oder die Aufstellung der Fachressorts: Unsere Arbeit ist seit meinem Beitritt zur DSAG wesentlich komplexer, aber auch einfacher geworden, weil die Prozesse und Abläufe innerhalb des Vereins inzwischen einfach passen und funktionieren.

Was war Ihr persönliches Highlight?

Als wir damals die „Stellenwirtschaft“ als neues Produkt endlich final auf dem Tisch liegen hatten. Diese Lösung gibt es nur, weil wir uns innerhalb der DSAG dafür eingesetzt haben, und das gilt auch für sämtliche Weiterentwicklungen bis heute. Aktuell haben wir eine Anfrage im Customer-Connection-Programm laufen, es geht also immer weiter.

Wie stemmen Sie den zusätzlichen Arbeits- und Zeitaufwand, den eine Mitgliedschaft bei der DSAG mit sich bringt?

Man muss sich die Zeit nehmen, und das sind bei mir sicher bis zu zwei Tage im Monat. Da muss dann manchmal auch ein bisschen Freizeit dran glauben, aber das ist es mir definitiv wert. Ich will etwas bewegen und das schaffe ich mit der DSAG.

Was sagt Ihr Arbeitgeber dazu?

Der weiß ganz genau, dass wir für jede Info, die wir von der DSAG aus diesem exzellenten Netzwerk bekommen, teure Beraterkosten sparen. Und das ist ein Pfund in der Hand, gegen das man nicht ankommt.

Wo sehen Sie noch Verbesserungspotenzial seitens SAP?

Es hat sich einiges getan, z. B. ist der Rückstau in den Entwicklungsanträgen seit Einführung des Customer-Connection- Programms reduziert worden. Hier hat SAP erkannt, dass nur zusätzliche Ressourcen helfen können, die Arbeit zur Zufriedenheit aller zu erledigen. Allerdings habe ich meine Bedenken in puncto Bestandskunden-Strategie. Natürlich ist SAP inzwischen kein reiner Software-Hersteller mehr, sondern ein komplexer Technologieanbieter. Aber in dieser neuen Welt sollten bei allen Innovationen nicht die Bestandskunden vergessen werden, dies halte ich für sehr bedenklich.

Was würden Sie sich denn wünschen? Auch in Ihrer Funktion als AK-Sprecher?

Zum Beispiel für die Personalwirtschaft endlich eine Perspektive aufzuzeigen. Manche Themen stehen jetzt seit bald 15 Jahren auf der Agenda. Wo geht die HCM-Reise nun hin? Klar ist, die HANA-Richtung muss eingeschlagen werden. Aber wie genau und mit welchen Mitteln, das ist derzeit noch unklar. Und obwohl technologisch alles nach vorne drängt und das Tempo inzwischen immens ist, gibt es für die Bestandskunden, die viel investiert und zugekauft haben, keine klare Ansage.

Was raten Sie anderen Mitgliedern und solchen, die es noch werden wollen?

Es ist wichtig zu sehen, welchen tatsächlichen Mehrwert die DSAG bietet: Am Ende des Tages profitieren Mitglieder nämlich nicht nur von wirtschaftlichen Vorteilen und dem ständigen Austausch, sondern auch davon, den Wandel gemeinsam und Probleme branchenunabhängig angehen zu können. Daher rate ich allen Interessierten, sich aktiv einzubringen – denn nur, wenn wir die Konsumentenhaltung hinter uns lassen, werden wir noch besser werden.

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